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Weimbs-Orgel

Liebe Freunde der Kirchenmusik Sindorf,

sehr geehrte Besucherinnen und Besucher der Konzerte und Liturgie!

1999, drei Jahre nach der Weihe unserer Mönch-Orgel in St. Maria Königin konnten wir uns schon für die große Spendenbereitschaft in der Gemeinde bedanken. Die gewünschten Spenden in Höhe von 213.000 DM waren eingegangen und somit die "Neue" bezahlt.
Heute, 2012, zwei Jahre nach Weihe der neuen Weimbs-Orgel in St. Ulrich, dürfen wir wieder Danke sagen. Die Kosten der Orgel in Höhe von 152.000 EUR mussten vollständig mit Spenden finanziert werden.

Die große Wert-Schätzung der Kirchenmusik in unserer Pfarrgemeinde zeigen die vielen Spenden, sei es durch die monatlichen Orgelkollekten, die zahlreichen Einzel-Spenden und die Erlöse aus fünf Benefizkonzerten. Im Jahre 2001 versprach uns ein Pfarrgemeindemitglied das "Projekt Orgel in St. Ulrich" zu unterstützen. Im Nachlass des mittlerweilen verstorbenen Gemeindemitgliedes wurde das Versprechen erfüllt.
Somit konnten nun die "Orgel-Kosten" vollständig durch Spenden finanziert werden.

Mögen unsere neuen Orgeln den Besuchern vieler Generationen in Konzerten und Gottesdiensten zur Freude und zum Lob Gottes erklingen. Uns aber auch bei Schmerz und Trauer Stütze sein.

Herr Pfarrer Wolfgarten, der Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat möchten sich bei allen Spenderinnen und Spendern ganz herzlich für die Unterstützung und Spendenbereitschaft - und - nicht zuletzt den vielen ehrenamtlich Tätigen für ihre "Zeit-Spende" bedanken.

Die neue Weimbs-Orgel, im Mai 2010 eingeweiht.
Die neue Weimbs-Orgel, im Mai 2010 eingeweiht.

Die Orgelweihe des neuen Instruments der Firma Weimbs Orgelbau in St. Ulrich unter Mitwirkung des Orgelsachverständigen des Erzbistums Köln Adolf Fichter, der Kantorei Maria Königin unter Gudrun Bonnemann erfolgte im Rahmen einer Vesper am 2. Mai 2010 um 17 Uhr.
Sollten Sie an Fotos zum Verlauf der Bauarbeiten interessiert sein, können Sie auf der hier aussagekräftige Fotos betrachten.

Disposition

I Hauptwerk C-g³
Principal 8’
Gedackt 8’
Salicional 8’
Octave 4’
Rohrflöte 4’
Quinte 2 2/3’
Superoctave 2’
Terz 1 3/5’
Mixtur III 1 1/3’
Oboe 8’

II Solo C-g³
Gedackt 8’
Salicional 8’
Rohrflöte 4’
Quinte 2 2/3’
Superoctave 2’
Terz 1 3/5’
Oboe 8'

Pedal C-f'
Subbass 16’

Koppeln/Spielhilfen:
II/I; I/P; II/P - Tremulant

Solo als Wechselschleifen
zum Hauptwerk -
Gedackt 8' als Transmission

Presse-Echo

Orgelweihe - Freudig die ersten Töne erwartet
Nach 50 Jahre währendem Notbehelf mit Harmonium und Miniorgel hat die Ulrichkirche eine ansprechende Orgel bekommen, die im Rahmen einer Vesper jetzt geweiht wurde.

[Dietmar Fratz] Klangvoll eröffnete die Kantorei unter Leitung von Kantorin Gudrun Bonnemann die Weihestunde, bevor Pfarrer Hans-Gerd Wolfgarten dem Instrument den Segen gab. Ähnlich der mehr als 500 Jahre alten Kirche soll das Werk mit seinen 702 Pfeifen über Jahrhunderte Gottesdienste und Konzerte musikalisch bereichern. „Jetzt sind wir so gespannt auf die ersten Töne, wie man sich bei einer Geburt auf den ersten Schrei freut“, schloss Wolfgarten seine Zeremonie. Dann durfte Adolf Fichtner, als Orgelsachverständiger des Erzbistums Köln an der Planung des Instruments maßgeblich beteiligt, die zweimanualige Orgel erstmal erklingen lassen.

Die zehn Register, zuzüglich einer tiefen Basspfeifenreihe für das Pedal, erfüllten die Dorfkirche mit gemessener Kraft, obwohl das vom Hellenthaler Orgelbauer Weimbs gefertigte Instrument nicht eben zu den größten gehört. Dennoch konnte Fichtner sowohl bei der Begleitung der Gemeindegesänge, bei farbenfrohen Zwischenspielen und fülligen Intraden beweisen, dass die Orgel den Anforderungen des Kirchenraumes genügt. Grund für die Klangvielfalt sind „Wechselschleifen“, die die Register (Klangfarben), bis auf die dem Hauptwerk vorbehaltenen Grundstimmen, aus zwei getrennten Manualen nutzbar macht. Musikalische Charakterwechsel und Schattierungen können durch diesen Kunstgriff vielseitig abgestuft werden. Für die musikalische Gestaltung der Vesper hatte Fichtner zusammen mit Bonnemann eine geschickte Werkauswahl getroffen, die es ihm erlaubte, die klanglichen Möglichkeiten der Orgel auszureizen. Ob selbstbewusste Prinzipale, verspielte Flöten, markant zeichnende Oberton-Register (Terz und Quint), silberhelle Mixtur oder stolze Oboe, alle Pfeifensorten vertrugen sich willig auf dem runden Fundament des Bassregisters. Bewiesen die vorgetragenen Werke von Bach und Mendelssohn eher solide gebaute und gern gehörte Spielkunst, so führten Orgel und Organist in Improvisationen ihre Fähigkeiten einander anspornend zusammen.

Rot gefasst und blank poliert
Auch optisch weiß die neue Sindorfer Königin der Instrumente zu gefallen: Mit markant roten Sockelbrettern und Rahmenteilen eingefasst ragen blank polierte Pfeifen gotisierend Richtung Gewölbe.

Seit zehn Jahren sammelt die Sindorfer Pfarrei für die Orgel. Von den Gesamtkosten in Höhe von 150 000 Euro sind bereits 90 000 Euro zusammen gekommen, wie Josef Wieland vom Kirchenvorstand stolz vermelden konnte. „Viele haben das am Anfang nicht für möglich gehalten“, erinnerte er an kritische Stimmen beim Aufkommen der Idee. Dennoch sei die Freude an dem „kleinen aber großartigen Instrument“ jedoch erst komplett, wenn auch die fehlenden 60 000 Euro durch weiterhin erhoffte und benötigte Spenden aufgebracht sind.
[erschienen in: Kölnische Rundschau vom 5.5.2010]
Edles Klangbild und grundsolide

[Wilfried Meisen] Der Orgelsachverständige vom Erzbistum Köln findet nur lobende Worte für die neue Orgel, die am Sonntag, 2. Mai, in der alten Sindorfer Kirche St. Ulrich im Rahmen eines Festkonzertes geweiht werden soll.
Das Klangbild ist „edel“, der technische Aufbau „grundsolide“ und der Korpus „ideal“ dem umgebenden Kirchenraum angepasst, meint Adolf Fichter. Der Orgelsachverständige des Erzbistums Köln findet nur lobende Worte über die neue Orgel, die am Sonntag, 2. Mai, in der alten Sindorfer Kirche St. Ulrich im Rahmen eines Festkonzertes mit Bachmusik geweiht werden soll. Das von der renommierten Orgelbaufirma Josef Weimbs aus Hellenthal gebaute Instrument ersetzt eine kleinere schrankwandgroße Orgel, die schon seit Jahrzehnten in der Kirche eingesetzt wurde, obwohl sie eigentlich dafür nicht geeignet war.

Die ursprüngliche Orgel von St. Ulrich war vor 50 Jahren von der alten Kirche in die neue Sindorfer Kirche St. Maria Königin versetzt worden, wo sie aber nur sechs Jahre lang ihren Dienst leistete. Schon 1966 musste sie durch einen Neubau ersetzt werden.

Besonders Kantorin Gudrun Bonnemann freut sich schon, in Zukunft auf dem neuen Instrument in St. Ulrich spielen zu können: „Die alte Orgel hatte keine Pedale und nur vier klingende Register“, sagt sie. Das sei auf Dauer zu einschränkend gewesen. Das neue Instrument biete mehr Möglichkeiten, auch weil es ebenerdig aufgestellt ist und so Organisten und andere Musiker ohne Platz- und Sichtprobleme miteinander musizieren könnten. So soll es nun verstärkt Veranstaltungen mit Orgelmusik, Literatur oder Kammermusik in St. Ulrich geben. Geplant seien auch besondere „Orgelkonzerte für Kinder“, um diese so „mit einem europäischen Kulturgut höchster Güte“ in Kontakt zu bringen.

Rund 150 000 Euro muss die Pfarrgemeinde für die neue Orgel aufbringen: Seit zehn Jahren spare die Gemeinde dafür, berichtet Josef Wieland vom Kirchenvorstand. „90 000 Euro haben wir schon an Spenden hereinbekommen.“ Weitere Unterstützung sei willkommen. Zur Orgelweihe gibt die Gemeinde eine Festschrift heraus und plant schon im Mai und Juni eine Konzertreihe
[erschienen in: Kölner Stadt-Anzeiger vom 30.04.2010]